Schachkalender 24.12.

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24. Dezember BIOGRAFIE: EMANUEL LASKER

KALENDER: Richard Teichmann *1868-1925, dt. Meister • Emanuel Lasker *1868-1941, WM 1894-1921 • lrina Krush *1983, russ.-am. WGM

Schachmeister, Philosoph, Mathematiker, Dichter

Im Geleitwort zu Hannaks wunderbarer Lasker-Biografie schreibt Albert Einstein: Emanuel Lasker war ohne Zweifel einer der interessantesten Menschen, die ich in mei­ nen späteren Jahren kennengelernt habe.« Harold Schonberg sieht den Schachtita­nen wie folgt:»...schmächtiger, adrett gekleideter, ernster junger Mann mit dunklem Teint, seidigem Schnurrbart und glänzenden braunen Augen … «.

Emanuel Lasker wurde am 24. Dezember 1868 in Berlinchen, einer brandenburgi­ schen Provinzstadt, als Sohn eines Kantors geboren. Hochbegabt für Mathematik und Philosophie, sah er Schach zunächst nur als Zubrot. Doch es kam ein erstes Tur­ nier in Breslau – und ein erster, glücklicher Sieg. Bald wurde der starke Joseph Henry Blackburne vernichtend geschlagen, und fast aus dem Nichts war Lasker zum WM­ Kandidaten aufgestiegen. Am 15. März 1894 begann in New York das Duell mit dem großen Steinitz. Lasker siegte in der 1. Partie, Lasker zog unwiderstehlich davon, Las­ ker schuf die Weltsensation. Am 26. Mai 1894 war er neuer Weltmeister im Schach, gerade einmmal 25 Jahre alt. Die Revanche 1896 verlief noch einseitiger.

Fortan spielte Lasker  nur gegen hohe Honorare, wenn er auch sonst kaum geschäftstüchtig war. Er wollte sogar seine Partien urheberrechtlich schützen lassen. Mehr als 26 Jahre blieb er der unnahbare Schachkönig. Nur fünfmal verteidigte er seinen Titel:
gegen den von ihm (wegen unterschiedlicher Spielauffassung) verachteten Tarrasch,
gegen den ungestümen Janowski,
gegen den Romantiker Marshall,
gegen den bescheidenen Schlechter (Laskers Titel hing am seidenen Faden) und zu­ letzt 1921
gegen den neuen Stern am Schachhimmel, Capablanca.
Laskers Probleme mit dem schwülheißen Klima (immerhin wer er zu diesem Zeitpunkt bereits 53Jahre alt) machten sich nun schmerzlich bemerkbar, und so konnte er gegen den Kubaner keine einzige Partie gewinnen. Doch blieb Lasker ein enorm starker Turnierspieler, wenn er auch zwischen 1925 und 1934 dem Schach für fast zehn Jahre völlig entsagte (»•  das Schachbrett ist mir ein bisschen fremd geworden«).
Umso beachtenswerter, dass er 1936 in der Endtabelle von Nottingham nur hauchdünn hinter Botwinnik und Flohr stand.
Am 11. Januar 1941 verließ uns dieser große Denker für immer.

Stimmen zu Lasker –
New York Times, 1924: »Klein, untersetzt, mit grauem Haar und Schnurrbart, Adlernase, ab und zu in einen Hauch von Tabakdunst gehüllt, sieht der Doktor, besonders wenn er sein linkes Knie mit den Händen umfasst hält, wie eine Art Schachgott aus ein Mann, dessen Ruhe geradezu unmenschlich wirkt.«
Reuben Fine: »Der Supermann der Schachwelt… «
Michail Tal: »Der größte aller Weltmeister ist unbestritten Emanuel Lasker.«
Alexander Aljechin: »Die Schachkunst ist undenkbar ohne Emanuel Lasker.«

Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

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Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 24.12.

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