Schachkalender 17.12.

Schachkalender 17.12.

17. Dezember SOWJETISCHE SCHACHGIGANTEN III

KALENDER: Alexander Beljawski *1953, ukr.-slowen. GM

Große scheinbar Unbekannte – aber Schachkenner wissen mehr

Alexander Beljawski – Im Olympiateam von drei Staaten

Alexander Beljawski wurde am 17. Dezember 1953 in Lwiw in der heutigen Ukraine geboren. Im Alter von zwanzig Jahren war Beljawski Jugendweltmeister, viermal ge­ wann er die ungeheuer starke sowjetische Meisterschaft,einmal vertrat er die Ukraine bei der Schacholympiade (1992), und seither spielt Beljawski für seine Wahlheimat Slowenien am ersten Brett. Mit einer historischen Elozahl von über 2750 Punktenge­ hört der Ukrainer zu den ganz Großen des sowjetischen Schachs. Und doch blieben summa summarum einige seiner Träume unerfüllt. In Reichweite des Weltmeister­ titels konnte Beljawski nie wirklich kommen.

Alexei Schirow – …  für die Farben Spaniens

Am 4. Juli 1972 in Riga geboren, erspielte sich Alexei Schirow im Alter von nur 17 Jah­ ren innerhalb von neun Monaten alle notwendigen Großmeisternormen. Ein gewaltiges Versprechen für die Zukunft. 1998 gewann Schirow den entscheidenden Ausscheidungswettkampf für die PCA-WM gegen Wladimir Kramnik klar. Auf Kasparows Betreiben wurde ihm jedoch die Chance auf einen Titelkampf verwehrt. Immerhin wurde er aber 2000 Vizeweltmeister in der FIDE-K.-o.-WM. Schirow spielt heute für seine Wahlheimat Spanien.

Rafael Waganjan – Der Stimmungsspieler

Eigentlich müsste der Armenier als Rafael Artemovich Wahanjan in den Schachlisten geführt werden. Da er jedoch für die Farben Russlands kämpfend bekannt wurde, kennen wir diesen heute in Deutschland lebenden Bundesligaspieler unter dem Na­ men Waganjan. Sosonko beschreibt den Armenier in seinem hervorragenden Buch The Reliable Post als Spieler mit feinem Positionsverständnis und einer brillanten Technik. Dass er nur einmal ein Kandidatenmatch erreichte, liegt vermutlich an sei­ ner Abhängigkeit von Stimmungen. Sein Reichtum an Ideen zeigte sich eben nur, wenn es dem Armenier selbst gefiel. Und Waganjan fehlte zeitlebens eine Führungs­ figur, die imstande gewesen wäre, sein Temperament zu zügeln. Dennoch hinterließ uns Rafik (wie er unter Freunden heißt) glänzende Schachperlen;.

Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

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Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 17.12.

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