Schachkalender 12.12.

Schachkalender 12.12.

12. Dezember BIZARRE BEGEGNUNGEN

KALENDER: Friedrich Köhnlein *1879-1916, dt. Problemkomponist·Joop van Oosterom *1937-2016, ndl. Schachmäzen u. 18. u. 20. FS-WM •
David Brine Pritchard 1919-2005, engl. Schachautor

Mit seinen Schachlehrbüchern für Anfänger schrammt David Brine Pritchard nur  knapp an Millionengrenze vorbei. Dennoch wurde er weltweit vor allem  mit seiner Encyclopedia of Chess Variants bekannt. Unglaubliche 1450 Ideen eröffnen ein schier unendliches Schachuni­ versum, voll mit bizarren und unbekannten Begegnungen.-> 27. Jan., 5. Feb., 4.Mai, 14. Aug.

Bauernlawine (Ralph Betza 1977)

Grundidee: Gegnerische Bauern müssen gezogen werden – (1) nach einem Zug muss ein gegnerischer Bauer falls möglich um 1 Feld auf die eigene Seite bewegt Wl rden; allerdings darf dabei nicht geschlagen werden; (2) eine Umwandlung er­ folgt nach Wahl des Spielers, der die Farbe spielt;(3) wird ein Bauer gezogen und da­ durch  dem  eigenen  König  Schach  gegeben, ist die Partie  unmittelbar  verloren, selbst  wenn der gegnerische König gleichzeitig im Matt steht. Ein Beispiel für eine Kurzpartie ist das »Narrenmatt«: 1. g4/e6 Dh5/f3.

Kurzkommentar: Bauern rücken unaufhaltsam vor; die Endspieltheorie des regulären Schachs hilft nicht weiter.

Fress-Schach/Räuber-Schach (seit ca.1850)

Grundidee: Alle eigenen Figuren müssen verloren werden, oder es darf kein Zug

möglich sein – (1) es besteht Schlagzwang, wobei der am Zug befindliche Spieler entscheidet, wenn mehrere Optionen offen stehen; (2) es gibt kein Schach oder Matt; (3) ein Bauer kann auch zum König umgewandelt werden.

Variante 1: Umwandlung nur in Dame; Patt bedeutet Remis.
Variante 2: Schach ist mög­lich, der König muss wegziehen; Ziel: Matt oder alle Figuren bis zum König abgeben; Patt ist ein Remis.
Variante 3: Der matt gesetzte Spieler gewinnt.

Kurzkommentar: Das Endspiel bildet den Höhepunkt der Partie; Umwandlungen in alle Figuren kommen vor.

Tandem-Schach (seit ca.1970)

2 x 2 Spielpartner, Grundidee: Gespielt wird auf zwei Brettern, wobei die Partner (ne­ beneinander sitzend) einmal Schwarz und einmal Weiß spielen. Beide Partien gehen auf Zeit (meist 5-7 Minuten), und zwar unanbhängig voneinander. Geschlagene Fi­ guren wandern zum Partner, der diese statt eines regulären Zuges einsetzen darf. Einschränkungen dabei: (1) Bauern dürfen nicht auf die 1./8. Reihe gestellt werden;

(2) Einsätze zum Schach bzw. Schachmatt sind untersagt;
(3) Türme dürfen, wenn am Originalfeld platziert, rochieren;
(4) eine umgewandelte Figur, die geschlagen wird, kann wieder nur als Bauer eingesetzt werden; (5) das erste Matt entscheidet die Partie.

Variante: Eine Figur darf zum Schach oder Matt eingesetzt werden.

Kurzkommentar: Überraschungen sind jederzeit möglich; spannend und unterhalt­ sam!

Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

Schachkalender_12.12._proSchach.de
Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 12.12.

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