Schachkalender 11.12.

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11. Dezember BIOGRAFIE: VISWANATHAN ANAND

KALENDER: Viswanathan Anand *1969, ind.GM

Der Tiger von Madras – die Indische Leitfigur des Schachs
Indien der Kontinent bzw. das Land mit den Wurzeln des Schachs brachte wieder einen Meister hervor.
Der Kreis schließt sich … Nach eineinhalbtausend Jahren bekommt das Ursprungsland des Schachs, Indien, seinen Weltmeister in der klassischen Form
des königlichen Spiels: Viswanathan »Vishy« Anand. [Viswanathan ist übri­ gens ein Patronym, kein Vorname, Anm.d.Verf.]
Der Inder gewann zwar auch schon die Krone bei der FIOE-K.-o.- Weltmeisterschaft 2000, er war Jugendweltmeister 1987,·
doch was für den ehrgeizigen und zugleich wohltuend umgänglichen Anand zählt, ist der Titel in der »Königsdisziplin«:  
Jetzt ist er  der 15. klassische Weltmeister der Schachgeschichte.        :

»Vishy« Anand wurde am 11. Dezember 1969 in Madras, im indischen  Bundesstaat  Tamil  Nadu, geboren. 
Früh lernte er von seiner Mutter Schach, früh auch zeigte sich seine unglaublich schnelle Auffassungsgabe.
Angesteckt vom Schachfieber, das den Subkontinent nach dem WM-Kampf Karpow – Kortschnoi in Baguio City 1978 erfasste, ging Anands Weg steil nach oben. In Asien war er nach kurzer Zeit die Nummer 1, im internationalen Spitzenschach konnte er sich bis 1995 zu einem WM-Duell mit dem damals auf dem Höhepunkt seiner Spiels- tärke befindlichen Kasparow durchkämpfen. Zur Halbzeit führte der Inder, am Ende jedoch kam der Einbruch. Anand musste weiter warten. Zwar dominierte er die : Schnellschachveranstaltungen in Monte Carlo, zwar siegte er bei zahlreichen Super- turnieren und war 2000 auch FIDE-Weltmeister, zwar wurde er im April 2007 erst- mals die Nummer 1 der Elo-Weltrangliste, aber noch fehlte der letzte Schritt, um in die Ruhmeshalle der Schachmeister aufgenommen zu werden.

Was nun sind die ganz großen Stärken des Inders?
Zum einen sein ungeheuer schnelles Spiel. In Wijk aan Zee 1989 erstaunte Anand damit die gesamte Schach- weit. Kaum mehr als eine Stunde Zeit insgesamt brauchte der Inder, um seine genia- len Züge aufs Brett zu zaubern. Dennoch ist Vishy äußerst diszipliniert, konzentriert und gesundheitsbewusst (war er lange Zeit 100-prozentiger Vegetarier, darf es heu- te auch Huhn oder Fisch sein, so Zsuzsa Polgar in Breaking Through). Während harter Turniere pflegt der Inder zu meditieren, Musik zu hören und generell abzuschalten. Prophetisch waren die Worte Zsuzsa Polgars nach einem Besuch Anands bei sich zu Hause in Budapest:
»Wir konnten deutlich sein Talent erkennen, wie auch die unbegrenzten Möglichkeiten seiner zukünftigen Schachkarriere.«
Am 30. September 2007 hat der 38-jährige Viswanathan Anand mit dem Sieg im  WM-Turnier in Mexiko  (+4 =10) seine unbegrenzten Möglichkeiten voll ausgeschöpft.
Ganz Indien versinkt im Freudentaumel über den neuen Nationalhelden. Der Kreis hat sich geschlossen …

Viswanathan »Vishy« Anand

* 11. Dezember 1969 in Madras Indien

15. Schachweltmeister von 2007- 2013 abgelöst von Magnus Carlsen

Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

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