Schachkalender – 20.11.

Schachkalender – 20.11.

20. November SOWJETISCHE SCHACHGIGANTEN 1

KALENDER:   Karpow verteidigt 1981 gegen Kortschnoi den WM-Titel • Lew Abramowitsch Poluga­jewski t1995

Efim Geller –     Schachkönig aus Odessa

Smyslow meinte über Geller, dieser habe das Ta­ lent und die Willenskraft gehabt, um Schachwelt­ meister zu werden. Doch das Schicksal wollte es anders. Geiler weist gegen Botwinn_ik, Fischer,Pe­ trosjan und Smyslow eine positive Gewinnbilanz auf, einzigartig unter den Nicht-Weltmeistern. Gel­ ler gewann als einziger Spieler als 54-Jähriger die sowjetischen Meisterschaften, er war siebenmal Olympiasieger, sechsmal Erster bei den Kandida­

tenturnieren, und er siegte bei unzähligen Turnieren. Efim Gellers analytische Arbei­ ten hatten nur ein Ziel: in jeder Stellung den besten Zug zu finden. Geller war ein Schachbesessener,verliebt in das Spiel und das Ambiente am Brett. Zweimal in seinen späten Jahren wurde er von den Weltmeistern Spasski undKarpow als Sekundant aus­ erkoren. Schon alleine das spricht für Gellers tiefschürfende  Gedanken über Schach.

Lew Polugajewski – Der große Analytiker

Aus dem Labor  des Großmeisters, 1981 veröffentlich, war der sinnige Titel der analyti­ schen Quintessenz dieses exzellenten Schachspielers und Theoretikers. Lew Poluga­ jewski – oder Ljova, wie er liebevoll von seinen Freunden genannt wurde – war in den fünfziger und sechziger Jahren einer der Anwärter auf den Schachthron. Boris Spasski betonte, das Ljova Schach nahezu besser verstand als alle seine Zeitgenos­ sen, inklusive der noch erfolgreicheren Champions. Doch Polugajewski ließ manche taktische Angriffschance ungenutzt. Zu versunken in die Stellungsmuster am Brett, quälte ihn oft im praktischen Spiel die Zeitnot. Nach eigenen Aussagen fehlte dem am 20. November 1930 in Mogilew (heute Weißrussland) geborenen Spieler der im Schach so notwendige »Killerinstinkt«.1995 starb Pogulajewski in Paris. Er wurde auf dem Friedhof Montparnasse, nahe dem Grab Aljechins, beigesetzt.

Leonid Stein – Unvergesslich! ·

Am 4. Juli 1973 brach Leonid Stein völlig überraschend in einem Hotelzimmer in Moskau zusammen und starb unter bis heute nicht ganz geklärten Umständen. Der 1934 geboren Spätstarter rückte erst 1961 mit einem Schlag ins Rampenlicht, als er sich durch ein sensationelles Ergebnis bei den sowjetischen Meisterschaften für das Interzonenturnier qualifiziert. Danach folgten Seriensiege, einschließlich des drei­ maligen Gewinns der UdSSR-Meisterschaften. Doch Stein blieb ein vom Schicksal ungnädig bedachter Spieler. Zweimal konnte er sich auf sportlichem Weg für die Kandidatenmatches qualifizieren, beid Male war jedoch das sowjetische Kontin­ gent überschritten. Stein war zum Zuschauen verurteilt. Unvergessen bleibt sein dynamischer, aggressiver Stil, der serienweise Partienzauberwerke  produzierte.


Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

Schachkalender_19.11._proSchach.de
Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 19.11.

Share this post

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *