Schachkalender – 06.11.

Schachkalender – 06.11.

 06. November GROSSE DEUTSCHE II

KALENDER:   

Robert Hübner *1948, dt. GM· Cecil John Seddon Purdy † 1979 · Wladimir Pawlowitsch Sagorowski  † 1994

Nun ist ein junger Deutscher auf den Spuren des bisher schachlich Dekaden des Deutschen Schachsports prägenden Robert Hübner –
denn Vicent Keymer ist vielleicht vielen schon präsenter als Dr. Robert Hübner

Fanatiker im Details.

Robert Hübner – Papyrusforscher

1970 mit dem Interzonenturnier in Palma de Mallorca wur­ de der 1948 in Köln geborene Robert Hübner jüngster deutscher Großmeister.
Danach stand sein Ringen um den Weltmeistertitel im Blickfeld der deutschen Medien. Vier­ mal stürmte der sehr lärmempfindliche und sensible Köl­ner in die Kandidatenphase, wo er jedoch jeweils spektaku­lär scheiterte. 1970 in Sevilla brach Hübner den Wettkampf gegen Petrosjan wegen Lärms im Spielsaal nach sieben Partien ab, 1980 in Meran beendete er das Match nach der achten Partie. In Velden 1983 entschied kurioserweise die Roulettekugel gegen ihn und damit für Smyslow, und bei Hübners letztem Versuch 1991 unterlag er dem Niederlän­der Jan Timman. Sein Kampf um ein Urheberrecht an Schachpartien ging 1994 ebenfalls verloren. Hübner gilt jedenfalls als der stärkste deutsche Spieler seit Ema­nuel Lasker. Legendär sind auch seine akribischen, tiefschürfenden Analysen. Im deutschen Schach ist Robert Hübner auch heute noch die vielleicht wichtigste Galionsfigur.
Nun hat Deutschland in Vincent wieder eine echte Hoffnung, auch wenn man diesem nicht so viel Last aufbürden sollte, denn Ziele und Wege findet man am besten selbst.

Ein weiterer Spezialist von außergewöhnlicher Spielqualität war bis 08/2020 auch Wolgang Uhlmann – Schach mit Leidenschaft.
Wolfgang Uhlmann – … und die Französische Verteidigung
Wolfgang Uhlmann ist zweifellos der stärkste Großmeister, den die DDR je hervorge­ bracht hat. Zwischen 1954 und 1986, also während einer Zeitspanne von mehr als dreißig Jahren, gewann Uhlmann elfmal den Titel bei den nationalen Meisterschaf­ten. Schon 1951 ließ der am 29. März 1935 in Dresden geborene Uhlmann mit seinen Sieg bei der Gesamtdeutschen-Jugendmeisterschaft aufhorchen. Nun wurde er vom ehrgeizigen System stark gefördert, so dass er sich ausschließlich auf das Schach konzentrieren konnte. Elf Teilnahmen bei Schacholympiaden (1964 mit der Goldmedaille am ersten Brett), mehrfaches Vordringen in die Interzonenturniere, einmal sogar bis zu den Kandidatenmatches, und ungezählte Turniererfolge waren der Lohn. Uhlmann leistete auch einen enormen Beitrag zur Schachtheorie, vor al­lem in der geliebten Französischen Verteidigung, wo er als absolute Koryphäe galt.


Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

Schachkalender_06.11._proSchach.de
Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 06.11.

Share this post

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *