Schachkalender 13.10.

Schachkalender 13.10.

 13. Oktober >>ALSO DANN, GEWINNEN SIE!<<

KALENDER: Nana Alexandria *1949, georg. WGM

Wortgeplänkel

Tschigorin/Tarrasch: In völlig ausgeglichener Stellung bei ungleichen Läufern hat­te Tschigorin dem von sich eingenommen Tarrasch ein Remis angeboten (Wien 1898). Tarrasch lehnte unmissverständlich ab. Ärgerlich ergriff Tschigorin seinen Läufer und entfernte ihn vom Brett. Nun forderte er seinen Gegner neuerlich in deutscher Sprache auf: »Also dann, gewinnen Sie!« Jetzt nahm Tarrasch, die Lage neu einschätzend, mit einem dünnen Lächeln auf den Lippen das Remisangebot an.

Der Dieb: Ein amerikanischer Richter bemerkte in den siebziger Jahren bei seiner Urteilsverkündung zu einem Schachbücherdieb (dieser hatte mehr als 800 Bände gestohlen): »Ich würde gerne ein mildes Urteil fällen, wenn ich wüsste, dass Ihre Motivation die Rückholung des Weltmeistertitels nach  Amerika  ist. Doch ich habe Ihre letzten Gegner befragt «

Fünf Minuten: Auf die Frage »Was meinen Sie, wie viel Zeit sollte man investie­ren, um gut Schach spielen zu lernen?« kam die kryptische Antwort eines Groß­meisters:
»Das hängt von Ihren Fähigkeiten wie Bescheidenheit, Willensstärke, Talent usw. ab … « »Und wenn ich diese Fähigkeiten nicht habe?« »Nun, dann rei­chen fünf Minuten!«

Schach und Matt!: Die einander verabscheuenden Rivalen Tarrasch und Lasker trafen 1908 zum Kampf um die Weltmeisterschaft aufeinander. Verbürgt sind Tar­ raschs Begrüßungsworte: »Für Sie habe ich nur drei Worte übrig: Schach und Matt!« Nun, Lasker gewann mit 10,5 zu 5,5 und blieb Weltmeister.

Nimzowitsch: Im Lasker-Schachclub in Israel erlebte der anonym angereiste Nimzowitsch bei einem Kurzbesuch eine schöne Würdigung. Nachdem er Geg­ ner um Gegner abgefertigt hatte, meinte ein Kiebitz: »Sie sind ein sehr starker Spieler. Ihr Stil erinnert mich an Nimzowitsch!«

Birds Erklärungsversuch: Nach dem Geheimnis von Steinitz’ Erfolgen befragt, meinte sein Widersacher Bird: »Geben Sie den Inhalt einer Schachtel mit Schach­ figuren in einen Hut,schütteln Sie kräftig und leeren Sie das Ganze aus einem hal­ ben Meter Höhe auf das Schachbrett. Dann haben Sie den Stil von Steinitz.« Rubinsteins Stolz (=>12. Okt.):
Auf die Frage, gegen wen er an diesem Abend antrete, meinte Rubinstein emotionslos: »Heute Abend spiele ich gegen die schwarzen Steine.«

Klavierspieler: Nachdem Bobby Fischer in Vancouver beim Kandidatenmatch Taimanow mit 6:0 vom Brett gefegt hatte, meinte er auf die Frage eines Großmeis­ters, was er von Taimanows Spiel halte: »Ich glaube, er spielt ganz gut Klavier.«

Tal an Kasparow: Der junge Garri Kasparow hatte eben bei der 46. sowjetischen Meisterschaft gegen Bagirow ein Springeropfer ausgelassen, womit die Partie re­mis endete. Kasparows Begründung: »Ich habe den Springer nicht geopfert, weil ich einfach nicht alles durchrechnen konnte.« Tals trockener Ratschlag; »Erst op­fern, dann rechnen, Garri!«

Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

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