Schachkalender – 05.10.

Schachkalender – 05.10.

 05. Oktober SCHACH OHNE PARTNER

KALENDER:  Leo Fleischmann (Forgac) *1881-1930, ung. Meister• Johannes Kohtz †1918

Am Anfang stand die Mansube

Die Schachkomposition hat ihre Anfänge bereits im 10. Jahrhundert, in Form der arabischen Mansuben. Ein wunderbares Beispiel ist das Matt der Dilaram (-+ 5.Jan.). Im Mittelalter wurde auf Problemlösungen gewettet; daher darf es nicht verwun­ dern, dass bei Lucena oder Damiano das Problemschach im Vordergrund stand. Im

18. Jahrhundert war es der Syrer Philipp Stamma, der diese alte Tradition weiter pflegte.

1830 bildete sich in Deutschland eine eigenständige Richtung der Schachkomposi­ tion heraus.
Mit dem Werk »Das Indische Problem« präsentierten 1903 Johannes Kohtz und Carl Kockelkorn eine fünfzig Jahre alte Idee von Henry Loveday(-+ 6.Juli) einer breiten Öffentlichkeit.
Die freiwillige Überschreitung eines »kritischen Feldes« (die sogenannte Schnittpunktverstellung), das dann von einer anderen weißen Figur besetzt wird, erlaubt es, ein Patt zu verhindern.

Arten der Schachkomposition:

PROBLEM: (Direktes Matt) Matt in x Zügen; Weiß am Zug setzt matt (wenn nicht an­ ders angeführt). Man unterscheidet Zweizüger, Dreizüger und Mehrzüger.

STUDIE: (Begriff 1851 durch Josef Kling und Bernhard Horwitz) Grundsätzliche Forderung nach Gewinn oder Remis bei beiderseitig bestem Spiel; große Verwandtschaft zum Endspiel einer Schachpartie.

SELBSTMATT:Weiß erzwingt die eigene Mattsetzung durch den Gegner; es gelten die normalen Regeln. Wieder gibt es Zweizüger, Dreizüger und Mehrzüger.

HILFSMATT: (Kooperatives Matt) Weiß und Schwarz arbeiten beim Versuch, Schwarz matt zu setzen, zusammen. Auch hier finden wir Zweizüger, Dreizüger und Mehrzüger.

RETROANALYSE: Die Vorgeschichte einer regelgemäßen Stellung muss gefunden werden; die Rochade ist möglich, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist; es darf nur dann en-passant geschlagen werden, wenn bewiesen werden kann, dass der Doppelschritt des Bauern der letzte schwarze Zug war.

KONSTRUKTIONSAUFGABE: Es wird kein Diagramm vorgegeben, sondern eine Forderung nach der Konstruktion einer bestimmten Stellung im x-ten Zug gestellt.

MÄRCHENSCHACH: (Thomas Rayner Dawson ist einer der Begründer) Immer neue Gangarten und Figuren erweitern die Stellungsmöglichkeiten auf dem Brett. Bei­ spiele: Amazone, Burgfried, Grashüpfer, Nachtreiter, Pegasus usw.

SONDERFORMEN: (Beispiel: Acht-Damen-Problem) Randspielarten auf dem Schach­ brett, die in keine der obigen Kategorien passen.
In diese Kategorie fallen auch die Mathematischen Aufgaben.

Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

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