Schachkalender – 25.08.

Schachkalender – 25.08.

25. August ELO-ZAHLEN
KALENDER
: Arpad Emrick Elo*1903-1992, ung.-am. Mathematiker• Alexander Graf *1962,usbek.-dt. GM

Vom Amateur zum Supergroßmeister

Wie stark spielt ein Schachmeister? Diese Frage bewegt seit mehr als tausend Jahren die Gemüter. Ein eindeutiger Vergleich war lange nicht möglich, und so feierte jede Schachgeneration und jede Schachnation ihre eigenen Helden. In den 60er Jahren schließlich ging der amerikanische Mathematiker ungarischer Abstammung, Arpad Elo, daran, ein objektives Wertungssystem zu schaffen, das seit dem Kongress von Siegen im Jahr 1970 Grundlage der Ratings und Rankings im Schachsport wurde.

Wie funktioniert Arpad Elos System? Basis sind 9 Klassen, die sich jeweils um 200 Punkte unterscheiden,beginnend mit 1200 Elo-Punkten als oberste Grenze der untersten Klasse bis zu 2600 Eta-Punkten als unterste Grenze der höchsten Spielstär­keklasse. Hat ein Spieler exakt 200 Punkte mehr als sein Gegner, sollte er mit einer Gewinnerwartung von 0,75 Punkten pro Partie rechnen können. Das heißt, er ge­winnt drei von vier Partien. Berechnet wird immer mit sogenannten Erwartungswer­ten, gemäß einer von Elo entwickelten Formel.

(Siehe Internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Elo-Zahf)

Welche Probleme weist dieses Rating-System auf? Da Punkte, die ein Spieler verliert, gleichzeitig vom anderen Spieler gewonnen werden, wie bei kommunizierenden Gefäßen, sollte eigentlich alles im Lot bleiben. Doch immer, wenn ein Spieler gänzlich neu in das Rankingsystem eintritt, muss nach einigen Partien eine Einschätzung vorgenommen  werden. Treten  nun  Spieler später mit niedrigerer als dieser ge­schätzten Elozahl wieder aus, wird das ganze System inflationär. Eine maßvolle In­flation ist zu begrüßen, eine zu starke allerdings verzerrt den Vergleich der Spielstärken über einen längeren Zeitraum hinaus. -> Historische Elo-Zahlen (26. Aug.). Das zweite theoretische Phänomen nennt sich Tausend-Partien-Problem:
Spielen zwei Meister mit jeweils 2000 Elo-Punkten zehn Partien gegeneinander, wobei einer acht davon gewinnt, ergibt sich nach der Formel folgendes Rating: Spieler A 2080, Spieler B 1920. Würden die beiden fiktive 1000 Partien mit 80:20-Resultat abspulen, wäre – Spieler A Nummer 1 der Weltrangliste, Spieler B dagegen fände sich bei den Amateuren wieder.

Wie wird man Großmeister?
Dazu sind zwei Voraussetzungen gegeben: Eine Elo- , Zahl von 2500 und darüber sowie bestimmte Turnierergebnisse, die dieser Spielstärke  entsprechen. 
Für  den  Internationalen Meister ist der Schwellenwert 2400 Punkte, für den FIDE-Meister 2300. Inoffiziell bezeichnen viele Schachkommentatoren heutige Spieler mit über 2700 Elo-Punkten als Super-Großmeister. Zum Vergleich: Der typische Kaffeehausspieler hat zwischen 1400 und 1700 Elo-Punkte, der Vereinsspieler kommt bis auf 2000, der Meisterkandidat auf ca. 2100 bis 2150 Elo-Punkte.

Eine bisher unerreichte ELO-Zahl von 2900 strebt Magnus Carlsen an, der dafür sogar auf die Verteidigung seines Weltmeistertitels 2023 verzichtet.
Das es mit dem ELO-Wert nicht so einfach ist, zeigt der sich schon über viele, viele Jahre hinziehende Fall der GM-Wertung für Elisbath Pähtz (Deutschland).

Mehr über den Weg zum FM / IM / Großmeister – GM finden Sie hier.
Zugleich beantwortet es auch die Frage: Wie kann man seine ELO-Zahl Stück für Stück steigern.

 

Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

Schachkalender_25.08._proSchach.de
Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 25.08.

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