Schachkalender – 14.08.

Schachkalender – 14.08.

14. August BRECHT-SCHACH – Schach in Varianten
KALENDER
: Bernhard Kagan *1866-1932, dt. Schachverleger •Tigran Wartanowitsch Petrosjan †1984

BRECHT-SCHACH – Schach in Varianten
Fortsetzung vom -> 27. Jan. / 5. Feb. /  4. Mai / 12. Dez.

Brecht-Schach (Stephan Eisert 1980; inspiriert durch ein Zitat von Bertold Brecht *10. Feb. 1898 – 14. Aug.1956)

Grundidee: Die Figuren verändern ihren Wert.
(1) Die Figuren habe eine zyklische Rangfolge: K-D-T-L-S-B-K … oder B-S-L-T-D-K-B …
(2) Nach jedem Zug nimmt eine nicht bewegte Figur den nächstniedrigeren bzw. nächsthöheren Wert an, entsprechend dieser zyklischen Folge.
Zu Beginn darf eine Bewegungsrichtung frei gewählt werden.
(3) Auf der 1. oder 8. Reihe darf keine Umwandlung in einen Bauern erfolgen.
(4) Ist ein Brecht-Schach-Zug möglich, muss ein solcher geschehen.
(5) Ein Schachgebot muss unmittelbar durch eine »Bewegung« abgewehrt werden.
(6) Es darf nur je einen König je Partei geben.

KURZKOMMENTAR: Mehrere Figurensets  sind vonnöten.

Extinction Chess (Wayne Schmittberger 1985)

Grundidee: Eine Sorte von Figuren des Gegners – egal ob König, Dame, Turm, Läufer, Springer oder Bauern – muss »ausgelöscht« werden.
(1) Es gibt weder Schach noch Matt.
(2) Durch Bauernumwandlung kann man wieder eine Figur zurückgewinnen.
(3) Die Rochade ist jederzeit erlaubt.

KURZKOMMENTAR: Die Partien dauern nur wenige Züge; Springer und Läufer sind besonders gefährdet.

Taschenspringer Schach (Anfang des 20. Jahrhunderts)

Grundidee: Die Spieler haben je einen Extra-Springer,der im Laufe des Spiels statt eines regulären Zugs eingesetzt werden darf. (1) Dabei darf der Springer kein Schach geben und (2) den Gegner nicht an der Rochade hindern.

KURZKOMMENTAR: Die Partien können einen sehr überraschenden Verlauf nehmen.

Würfelschach (schon im 13. Jh. im Codex Alfonso belegt)

Grundidee: Die Bewegungsmöglichkeiten der Schachfiguren werden durch Würfel mitbestimmt. Würfelwerte (üblicherweise):6=K, S=D, 4=T, 3=L, 2=5, 1=B.
Wird eine der Augenzahlen gewürfelt, muss die entsprechende Figur ziehen. SPEZIALREGELN (variierbar):
(1) Kann eine Figur nicht legal gezogen werden, wird nochmals gewürfelt.
(2) Statt einem Würfel verwendet der Spieler am Zug zwei; dann darf er einen davon wählen; ist kein Zug möglich, ist die Partie verloren.
(3) Nicht die Figuren werden erwürfelt, sondern das Zugrecht: gerade Zahlen = Weiß zieht, ungerade Zahlen, = Schwarz zieht. (4) Paul Novak (1977):
Die ersten 5 Züge werden regulär gespielt, dann wird gewürfelt; steht ein Spieler im Schach, darf er mit dem König einen Frei­zug machen, ohne zu würfeln; wer die gewürfelte Figur nicht auf dem Brett hat, darf nochmals würfeln; kann eine auf dem Brett befindliche Figur dagegen nicht ziehen, verliert der betreffende Spieler unmittelbar.
KURZKOMMENTAR: Die letzte Variante von Paul Novak ist sehr originell und verlangt viel Geschick.

 

 

Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

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Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 14.08.

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