Schachkalender – 23.07.

Schachkalender – 23.07.

23. Juli POLGAR-SCHWESTERN

KALENDER:  Sir George Thomas t1972 • Judit Polgar *1976, ung. GM • Rudolf Teschner t2006

Unumstritten – aber einfach sagenhaft gut die Polgar-Schwestern

Zsuzsa Polgar – 1991: Ungarns Weltmeisterin

Die älteste der drei Polgar-Schwestern, Zsuzsa (oder Susan, wie sie sich heute auch nennt), wurde am 19. April 1969 in Budapest geboren. Schon mir vier Jahren wurde das vom Vater trainierte Kind Mädchen-U 11-Meisterin von Budapest, mit Siegen in allen zehn Partien. 1991 verlieh ihr die FIDE den Großmeistertitel (der Männer). Zwi­ schen 1996 und 1999 war Susan Schachweltmeisterin. Zur Titelverteidigung konnte sie wegen einer erst kurz zurückliegenden Mutterschaft nicht antreten. Da der Welt­ schachbund dies nicht akzeptierte, ging der Titel am grünen Tisch verloren. Momen­tan ist Zsuzsa Polgar nicht aktiv, stellte jedoch im Jahr 2005 in Palm Beach Gardens einen Weltrekord im Simultanschach gegen 326 Gegner auf.

Zsofia Polgar – Die Vielseitige

In Susan Polgars Buch Breaking Through wird Zsofia (Sofia) als die talentierteste der drei Schwestern beschrieben. Ihr Problem – und letztlich auch der Grund für die Ab­wendung vom Schach – waren die vielseitigen Interessen, die dieses Mädchen ent­- wickelte. Unglaubliche Ergebnisse erreichte die am 2. November 1974 geborene Zsofia bei den Olympiaden in Novi Sad (1990) und Moskau (1994), wo sie jeweils nur 1,5 Punkte abgab. Ein wahres Schachwunder war jedoch Zsofias Leistung in Rom 1989. Mit 8,5 aus 9 Punkten schlug sie vier Großmeister und remisierte nur eine einzi­ge Partie. Ihre Turnierperformance waren sagenhafte 2897 Elopunkte. Doch der Traum währte nicht ewig. 1999 heirate Zsofia und zog nach Israel, bekam zwei Kin­der und kümmert sich heute vorwiegend um ihren Nachwuchs. Nebenbei ist Zsofia als Hobbymalerin aktiv.

Judit Polgar – »Sie ist ein Killer!«

Nigel Short verwendete in einem Interview diesen mar­ tialischen Ausdruck für die jüngste der Polgar-Schwes­ tern, die am 23. Juli 1976 geboren wurde. Vielleicht hat Short nicht übertrieben: Judit gewann 1988 und 1990 die U12- und U14-WM und bekam bereits mit 15 Jahren und 4 Monaten den Titel eines Großmeisters. Fischers Rekord war damit ausgelöscht. 2003 überschritt ihre Elozahl die Marke 2700. Damit war sie die erste Frau der Welt, die als »Supergroßmeister« bezeichnet werden darf. Judit gewann auch als erste Frau eine nationale Meisterschaft, noch dazu in Ungarn, gegen ungemein starke Gegner. Nach einer kurzen Babypause ist Judit wieder zurück. Wir werden sehen, wie weit nach oben ihr Weg führen wird.
Das sie eine echte Killerin sein kann, musste sogar der amtierende Weltmeister beim Kandidatenturnier 2022 feststellen.
Sie trickste ihn im 19. Zug aus.

Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

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Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 23.07.

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