Schachkalender – 05.07.

Schachkalender – 05.07.

 

05. Juli STARS AUS ALLER WELT

KALENDER: Horatio Caro *1862-1920, dt. Meister – Henry Grob †1974 Miguel Najdorf†1997

 

Salo Flohr – Mein System

Nur Salomon Flohr und sein Bruder überlebten während des Ersten Weltkriegs den Judenpogrom in ihrer galizischen Heimatstadt. Später wurde Flohr tschechischer Staatsbürger und verdiente in den Cafés von Prag sein Geld mit Blitzpartien. ln den dreißiger Jahren folgte eine Siegesserie sondergleichen, und allgemein wurde Flohr als der legitime Herausforderer Aljechins angesehen. Doch es sollte anders kommen: Der Zweite Weltkrieg brach aus, und mit diesem verschwand die Chance auf den Schachthron. Zehn Jahre später konnte Flohr nicht mehr ganz mit dem neuen Star Botwinnik mithalten. Für russische Zeitschriften und Magazine blieb Flohr jedoch bis zu seinem Tod 1983 journalistisch tätig. Moskau war inzwischen seine neue Heimat geworden.

Efim Bogoljubow –  und die Bogo-Indische Verteidigung

Selbst für damalige Zeiten sehr spät, kam der in der Ukraine geborene Efim Bogoljubow erst mit 18 Jahren mit Schach ernsthaft in Berührung. Dennoch gelangen ihm in den Jahren 1924 und 1925 (Moskauer Großmeisterturnier) seine größten Erfolge. Zwei Jahre danach wurde Bogoljubow deutscher Staatsbürger, der auch nach der nationalsozialistischen Machtergreifung ohne Probleme an allen nationalen Turnieren teilnehmen durfte. Seine Wettkampfstärke brachte ihm sogar zweimal die Chance auf einen Weltmeisterschaftskampf ein, beide Male gegen das Kombinationsgenie Aljechin. Bogoljubow ist nicht zuletzt wegen seiner Theoriebeiträge zu den Eröffnungen, allen voran der Bogo(ljubow)-Indischen Verteidigung, hinaus bekannt geblieben.

Miguel NajdorfDie polnische Unsterbliche Partie

In den fünfziger Jahren erreichte Miguel Najdorf seine größten Erfolge für Argentinien spielend, nicht für seine Heimat Polen. Der Grund: 1939 nach der Schacholympiade entschied er sich aus Furcht vor dem nationalsozialistischen Regime, nicht mehr nach Hause zurückzukehren. Kein Hirngespinst, denn Najdorfs Frau, sein Vater, seine Mutter und vier Geschwister wurden im Konzentrationslager ermordet. Najdorf war Weltklassespieler, 14-mal bei Olympiaden, Blindsimultanrekordmann, Showman und bis ins hohe Alter ins Schach verliebt. Die bekannteste Partie aus der Frühzeit seines Schaffens ist „Die polnische Unsterbliche.“ -› 1. Nov.

Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

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Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 05.07.

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