Schachkalender – 26.06.

Schachkalender – 26.06.

 

26. Juni GROSSE DEUTSCHE Teil I

 

KALENDER: Wolfgang Unzicker *1925-2006, dt. GM -Vera Menchik †1944

Helmut Pfleger – GM und TV-Schachkommentator

Der erfolgreiche Internist und Psychotherapeut ist seit zwanzig Jahren als ››Mr. Schach-TV« sogar Nicht-Schachspielern ein Begriff. Seine geschliffenen,
witzigen und pointierten Kommentare sind für jeden Zuschauer ein wahrer Genuss. Und Helmut Pfleger weiß, wovon er spricht,
errang er doch selbst bereits 1975 den Titel eines Großmeisters. Die Zeit bietet seit vielen Jahren originelle, gut lesbare Pfleger-Kolumnen, die in mehreren Büchern als Sammelausgaben herausgebracht wurden. Jeder halbwegs am Schach interessierte Leser darf hier unbesehen zugreifen. Seite um Seite erfreut uns Helmut Pfleger mit seinen Geschichten und Analysen,
wobei ganz unvermittelt das eine in das andere greift. Seine Veröffentlichungen in der großen Wochenzeitung „Zeit“ sind mehr als lesenswert.

Lothar Schmid – Karl-May-Verleger und Sammler

Vielfach dekoriert, mit dem Verdienstkreuz am Bande, zum Ehrenmitglied der FIDE und nach seinen einfühlsamen Aktionen im WM-Match Fischer-Spasski auch noch
zum »Schiedsrichter des Jahrhunderts« ernannt, wurde Lothar Schmid verdientermaßen für seinen Beitrag zum Schach geehrt.
Der Bamberger wurde bereits 1959 Großmeister, spielte bei zehn Olympiaden und brachte es auch im Fernschach bis zum Vizeweltmeister und Großmeister. Noch bekannter als für seine Turnierleistungen wurde Lothar Schmid als Karl-May-Verleger und vor allem als Sammler von Schachliteratur. Mit mehr als 50 000 Einheiten, viele davon Raritäten erster Güte,
leistet Lothar Schmid einen einzigartigen Beitrag zur Wertschätzung des Kulturguts Schach.

Wolfgang Unzicker – Richter und Großmeister

Bemerkenswert ist es zweifellos, dass Wolfgang Unzicker während seiner gesamten Karriere Beruf und Hobby auf höchstem Niveau miteinander vereinen konnte.
Er war seit 1971 Richter und später Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht München.
ln dieser Funktion stellte er 1994 im Auftrag des Deutschen Schachbundes ein Rechtsgutachten, in dem die Urheberschaft der Spieler an den eigenen Partien
verneint wurde. Hübner hatte ein entsprechendes Gutachten nötig gemacht. Unzicker wurde am 26.Juni 1925 in Pirmasens geboren, lernte mit zehn Jahren Schach und
stieg in den fünfziger und sechziger Jahren zum stärksten bundesdeutschen Spieler auf. 386 Einsätze in der Nationalmannschaft sind bis heute Rekord. Unzicker wurde
mehrfach ausgezeichnet, 1995 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande. Während eines Urlaubsaufenthalts 2006 in Spanien starb Unzicker an Herzversagen.

Aber Nachwuchs ist in Sicht, denn Jungstars wie Niclas Huschenbeth und TBG (the Big Greek)
kommentieren und analysieren unterhaltsam wie über moderne Medien von Twitch, Discord bis YouTube.

Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

 

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