Schachkalender – 15.06.

Schachkalender – 15.06.

 

15. Juni PILLSBURYS GEDÄCHTNISAKROBATIK
KALENDER: Alexander Nikolajewitsch Saizew *1935-1971, russ. GM

 

Insider-Wissen III 29. Mai <— 3. Sept.

Nachfolgende Fragen werden eher selten gestellt – und doch sind sie sehr oft  faszinierend würde Mr. Spock sagen.

F/Q: Wer war der Spieler mit dem besten Gedächtnis?
A: Verlässlich lässt sich dies nicht nachweisen. Doch der große Blindsimultanspieler Harry Nelson Pillsbury (->17. Juni) gab um die Wende zum 20. Jahrhundert in London eine Demonstration seines Könnens. Er spulte mehr als zwanzig Schach­ und Damepartien gleichzeitig ab, dazu eine Hand Whist … und memorierte noch dazu vor und nach dem Spiel eine von zwei Professoren erstellte Liste von 29 Zufalls­ wörtern -vorwärts und rückwärts
(Quelle: Fox/James: The Even More Complete Chess Addict)

Antiphlogistine

micrococcus

Etchenberg

Bangmanvate

periosteum

plasmodium

American

Schlechter’s Neck

takadiastase

Mississippi

Russian

Manzinyama

plasmon

Freiheit

philosophy

theosophy

ambrosia

Philadelphia

catechism

Piet Potgelter’s Rost

Threlkeld

Cincinnati

Salamagundi

Madjesoomalops

streptococcus

athletics

staphylococcus

Ooomisellecootsi no war

F/Q: Wurde jemals in einem Zweikampf eine Abbruchbedingung betreffend Raum­ temperatur vereinbart?
A: Ja, gemäß der Zeitschrift La Strategie vom 15. April 1880. Zukertort und Rosenthal vereinbarten, nur bis zu einer Raumtemperatur von 25 °C zu spielen.

F/Q: Welches war die erste Schachpartie, die im Fernsehen übertragen wurde?
A: Harry Golombek berichtet, dass es die 7. Partie des WM-Kampfes zwischen Bot­ winnik und Smyslow 1954 war. Die TV-Übertragung am 30. März 1954 dauerte von 8.00 bis 8.30 Uhr am Abend.

F/Q: Gab es je ein Turnier, in dem 1000 Zigaretten als Preis ausgesetzt waren?
           Oder ein halbes Pfund Butter?
A: Ja, selbstverständlich, Schachspender sind kreativ. Im Doppelrundenturnier Ber­lin 1918 durfte sich Lasker über die Zigaretten freuen, im Match Tarrasch – Mieses 1916 wartete auf den Gewinner die Butter. Immerhin stand man ja mitten im Krieg.

F/Q: Wie lange kann eine Fernschachpartie theoretisch dauern?
A: Bei Turnierpartien gibt es eine Vorgabe, in welcher Zeit wie viele Züge gemacht werden müssen, Postwege inklusive. Freie Partien sind davon selbstverständlich nicht berührt. Angeblich haben zwei Schotten, ein gewisser Grant und ein ebenso wenig bekannter MacLennand, 1926 eine Partie begonnen, bei der die Zugfrequenz äußerst großzügig bemessen war: 1 Zug jeweils zu Weihnachten. Leider verstarb Grant nach mehr als vierzig Jahren vor dem Ende dieser Auseinandersetzung.

Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

Schachkalender_15.06._proSchach.de_
Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 15.06.

 

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