Schachkalender – 07.06.

Schachkalender – 07.06.

07. Juni FRÜHE MEISTER
KALENDER: Dawid Markelowitsch Janowski *1868-1927, poln.-frz. Meister

Geza Maroczy – Ungarischer Endspielkönig

Der am 3.März 1870 in Szeged geborene und am 29.März 1951 in Budapest verstor­bene Weltklassespieler verbrachte lange Jahre seines Lebens in verschiedensten Ländern. Anfang des 20. Jahrhunderts galt er nach Seriensiegen bei Turnieren in Monte Carlo, Ostende, Barmen und Wien als potentieller Weltmeisterkandidat. 1906 wurde sogar mit Emanuel Lasker vereinbart, einen WM-Kampf auszutragen. Leider kam es nie dazu. Eine späte Blüte erlebte Maroczy bei den Olympiaden 1927, 1930, 1933 und 1936 am ungarischen Spitzenbrett. Er war auch unter den 27 Spielern, die 1950 von der FIDE zu Großmeistern gekürt wurden. Hervorragend, geradezu klas­sisch, war Maroczys Endspielkönnen.

Harry Nelson Pillsbury – Hastings 1895

Wie ein Komet tauchte mit Harry Nelson Pillsbury 1895 in Hastings ein neuer ameri­ kanischer Wunderspieler auf.
Lasker, Steinitz, Tarrasch, Tschigorin, alle Größen der Zeit hatten beim frischen, ungestümen Spiel des jungen Mannes aus Massachusetts das Nachsehen. Wenn Pillsburys Stern auch nur für wenige Jahre glänzte und er sei­nen großen Sieg niemals mehr wiederholen konnte, so bleibt er doch als unglaubli­cher Blindspielkönig in Erinnerung. Pillsbury hatte ein phänomenales Gedächtnis, fast ohne Parallele in der Schachgeschichte (15.Juni). In St. Petersburg 1896 holte er sich die Syphilis und starb mit nur 34 Jahren 1906 in Philadelphia.

Dawid Janowski – Ewiger Zweiter.

Der am 7. Juni 1868 in Polen geborene Dawid Janowski spielte jahrzehntelang her­ vorragendes Angriffsschach für seine Wahlheimat Frankreich. Seinem Charakter entsprechend, stürzte er sich bedingungslos in komplizierte Situationen, leider auch abseits des Schachbretts. Einmal verlor er den gesamten Geldpreis binnen weniger Stunden im Spielcasino in Monte Carlo. Im ersten Jahrzehnt des vergangenen ·Jahr­ hunderts spielte Janowski drei Wettkämpfe gegen den Weltmeister Emanuel Lasker, den ersten mit einem beachtlichen 2:2-Remis, den zweiten und dritten um die Schachkrone mit einer eindeutigen Abfuhr. Seine Ansicht über das Schach: »Es ist wie Maria Stuart schön, aber unglückselig.«
Gesundheitliche Probleme ließen Janowski danach jedoch bis zu seinem Tod 1927
nicht mehr zu seiner alten Stärke finden.


Quelle: -pdf. => alle anderen Kalenderblätter vom Schachkalender unter: https://proschach.de/?s=Schachkalender

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Schachkalender, Zitate, Schachanekdoten und Schachgeschichte, Schachtageskalender 07.06.

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